Newsletter

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Aktueller Newsletter

Newsletter der Thammavong Schule - Ausgabe Februar 2016

 

Liebe Leserinnen und Leser,

 

wir hoffen, das Jahr 2016 hat für Sie gut, erfolgreich und vor Allem gesund begonnen!

Die kalte Jahreszeit ist in absehbarer Zeit vorbei und wir freuen uns schon auf die wärmeren Tage, an denen das Training auch wieder mehr draußen stattfinden kann! Wir haben viele schöne Veranstaltungen für dieses Jahr geplant und jede Menge Neuigkeiten für Sie.

Aber zuerst ein kleiner Rückblick: Der Tag der offenen Tür zum 25. Jubiläum unserer Schule war ein voller Erfolg! Viele Besucher von nah und fern haben den Tag zu etwas ganz Besonderem gemacht. Unser langjähriger Vertriebspartner für Chinesische Kräuter, Harald Noll von „Herba Natura“, reiste mit Verkaufsleiterin Claudia Roos aus Holland an. Bambang Tanuwikarja, Kung Fu-Meister und wichtiger Mentor von Andreas Kühne, kam aus Berlin, und sogar aus der Schweiz und Norwegen durften wir ehemalige Schüler und Wegbegleiter als Gäste begrüßen. Die Abschluss-Kung Fu-Vorführung und Auswertung der großen Tombola wurde gekrönt von der Überreichung der 5. Schülerstufe an Kung Fu-Lehrer Felix Fechner, der als kleiner Junge in unserer Schule angefangen hat zu trainieren und nun die „Thammavong Schule Rostock“ leitet. Er ist der erste Schüler, der diese höchste Schüler-Stufe erreicht hat und wurde dementsprechend an diesem Tag beglückwünscht. Eine Galerie mit Bildern der Highlights dieses Tages wird bald auf unserer Web- und Facebook-Seite zu finden sein.

Kung Fu-Lehrer Robert Roloff hat sich - neben den wöchentlichen Kursen - in den letzten Monaten auch intensiv der Ausbildung von Privatschülern gewidmet. Der Schwerpunt kann hierbei vom Schüler selbst gewählt werden, zur Auswahl stehen Kung Fu, Qigong und Selbstverteidigung. Auch Waffentraining, Umgang mit dem Langstock, Schwert oder Speer sowie Messerwerfen sind beliebte Trainingselemente. Das individuelle Training wird an die Bedürfnisse des Schülers angepasst, Vorkenntnisse oder Alter spielen hierbei keine Rolle – für Kung Fu und Qigong ist man schließlich nie zu alt!

Wie Sie ja schon wissen, bieten wir seit einiger Zeit eine offene Heilkräuter- sowie Akupunkturklasse an. Da sich diese neuen Unterrichtssysteme nun bewährt haben, haben wir uns entschlossen, ab April auch für Tuina-Massage eine offene Klasse anzubieten. In dieser können sich nun regelmäßig Tuina-Interessierte austauschen und gemeinsam Techniken erlernen und üben. Wie auch die anderen Klassen, wird die Tuina-Klasse jeweils einmal im Monat an einem Freitag stattfinden. Ein Ein- und Ausstieg ist jederzeit möglich, Vorkenntnisse sind nicht notwendig!

Unsere neuen Online-Seminare („Webinare“), bei denen man bequem von Zuhause aus am Computer und ohne großen Aufwand an Vorträgen teilnehmen kann, erfreuen sich bereits großer Beliebtheit. Immer mehr Menschen nehmen diese Möglichkeit des Lernens via Internet wahr. Neben einer neuen Seminar-Reihe „TCM-Sicht auf Krankheiten: Ursachen, Behandlung & Prävention“, bei der die chinesische Sicht auf westliche Krankheiten vorgestellt wird (z.B. Rückenschmerzen, Migräne, Schlafprobleme, Diabetes, …), bieten wir auch kostenfreie Online-Seminare an. Haben Sie Interesse daran, an solch einem Webinar teilzunehmen, finden Sie auf unserer Webseite alle weiteren Informationen.

Auch in diesem Jahr wird es wieder unser alljährliches Kung Fu-Sommercamp für Kinder geben. Das Camp für dieses Jahr ist schon fast ausgebucht - wer noch einen der letzten Plätze ergattern möchte, sollte sich möglichst bald bei uns melden. Aufgrund der hohen Nachfrage bieten wir im Herbst ein verlängertes Kung Fu-Wochenende für Kinder an, welches sich an den erlebnispädagogischen und gesundheitlichen Inhalten des Sommercamps orientiert und ebenfalls von unseren Sommercamp-Leitern Dajana Koch und Felix Fechner betreut wird.

Des Weiteren haben wir zu berichten, dass Andreas Kühne auch in diesem Jahr wieder in England Seminare geben wird. In der „Anahata“ Gesundheitsklinik in Brighton wird es 2 Veranstaltungen zur Chinesischen Gesichtsdiagnostik sowie chronischen Rückenschmerzen geben. Auch einige Gesundheits- und Ernährungsberatungen stehen auf dem Programm.

Eine weitere China-Reise ist ebenfalls in Planung: Andreas Kühne wurde eingeladen, erneut Professor He, in dessen Praxis in Xi’an wir schon letztes Jahr mit einer großen Weiterbildungsgruppe zu Gast sein durften, zu besuchen. Besonders auf dem Gebiet der chinesischen Heilkräuter hat Professor He jahrzehntelange Erfahrung und umfangreiches Wissen weiterzugeben. Wir hoffen sehr, dass wir diese ehrenvolle Einladung wahrnehmen können!

Zum Schluss noch eine Neuigkeit zu unserem Team: wir freuen uns sehr, seit dem letzten Jahr mit Dipl.-Med. Thomas Buchner aus Neustrelitz intensiver zusammen zu arbeiten. Als erfahrener Internist mit eigener Praxis in Neustrelitz und fundierter Ausbildung in Chinesischer Medizin bereichert er unser erweitertes Team der „Ambulanten Kur der Klassischen Chinesischen Medizin“.

Übrigens: in der nächsten Ausgabe der Zeitschrift „Mit Leib & Seele“ wird ein großes Interview mit Andreas Kühne zu lesen sein. Sie finden das Interview unter Punkt 4 in diesem Newsletter. Vielen lieben Dank an dieser Stelle an die Redaktion, insbesondere Frau Judith Kroy, dass wir diesen Artikel exklusiv vor der Veröffentlichung an unsere Newsletter-Abonnenten senden dürfen!

 

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Weiterlesen und freuen uns auf Ihren Besuch,

herzlichst,

das Team der Thammavong Schule.

 

 

 

In diesem Newsletter:

 

1. Veranstaltungskalender

Alle Termine der nächsten Monate im Überblick: Vorträge & Seminare für Jugendliche und Erwachsene, Angebote für Kinder und vieles mehr

2. Wöchentliche Kurse

Überblick über unsere wöchentlich stattfindenden Kurse: Klassisches Chinesisches Kung Fu, Selbstverteidigung & Qigong, für Kinder, Jugendliche & Erwachsene 

3. Offene Tuina-Klasse

Vorstellung unseres Unterrichtskonzeptes

4. Artikel

Interview mit Andreas Kühne in der Zeitschrift „Mit Leib & Seele“

5. Weitere Angebote

Qigong & Tuina-/Anmo-Massage zur betrieblichen Gesundheitsvorsorge                     

6. Organisatorisches

Sommerpause der Thammavong Schule           

7. Sonstiges

Die Thammavong Schule auf Facebook

8. Impressum




1. VERANSTALTUNGSKALENDER

Bitte melden Sie sich telefonisch unter der Nummer 03981 444144 oder per E-Mail an buero@thammavong.de an.

Bei einigen unserer Vorträge erheben wir keine feste Teilnahmegebühr. Stattdessen gibt es eine „Kasse des Vertrauens“, bei der jeder Teilnehmer am Ende der Veranstaltung selbst bestimmen kann, wieviel er bezahlen möchte.

HIER gelangen Sie zur Online-Ansicht unseres Veranstaltungskalenders (es öffnet sich ein neues Fenster)

 

 

2. WÖCHENTLICHE KURSE

Zu einem kostenfreien Probetraining sind Sie jederzeit herzlich eingeladen! Bitte melden Sie sich hierfür bei uns im Büro unter der Telefonnummer 03981 444144 oder per E-Mail an buero@thammavong.de an.

Beim Training zuschauen können Sie jederzeit auch ohne Anmeldung. 

 

Zeit                         Kurs-     Kurs

                                  Nr.       

Montag:    

15.00 – 15.45             1          Kung Fu Minis 4-7

16.00 – 17.30             2          Kung Fu Kinder 10-13

17.45 – 19.45             3          Kung Fu Erw./Jgdl.

20.00 – 21.30                         Qigong

Dienstag:   

10.00 – 11.00                         Qigong

14.30 – 16.00             8          Kung Fu Kinder 7-11

16.00 – 17.30             5          Kung Fu Jgdl./Erw.

17.30 – 19.00                         Qigong

19.00 – 21.00             6          Kung Fu Erwachsene

Mittwoch:    

14.30 - 16.00              1          Selbstverteidigung(Mädchen)

16.00 – 17.30             7          Kung Fu Jgdl. 12-15

17.45 – 19.45             3          Kung Fu Erw./Jgdl.    

Donnerstag:     

14.30 – 16.00             8          Kung Fu Kinder 7-11

16.00 – 17.30             2          Kung Fu Kinder 10-13

17.30 – 19.00                         Qigong

19.00 – 21.00             6          Kung Fu Erwachsene

Freitag:     

14.30 – 16.00             7          Kung Fu Jgdl. 12-14

16.00 – 17.45             5          Kung Fu Jgdl./Erw.

18.00 – 19.30                         Freies Training(ab 14)

                                               und Waffen

Samstag / Sonntag:        

Wochenendausbildungen, Seminare, Kinderworkshops

 

Unsere Mitgliedschaftspreise erfahren Sie auf unserer Webseite www.thammavong.de unter dem Punkt „Wöchentliche Kurse“.

 

3. OFFENE TUINA-MASSAGE-KLASSE

Wie Sie ja schon wissen, bieten wir seit einiger Zeit eine offene Heilkräuter- sowie Akupunkturklasse an. Da sich diese neuen Unterrichtssysteme nun bewährt haben, haben wir uns entschlossen, ab April auch für Tuina-Massage eine offene Klasse anzubieten. In dieser können sich nun regelmäßig Tuina-Interessierte austauschen und gemeinsam Techniken erlernen und üben. Wie auch die anderen Klassen, wird die Tuina-Klasse jeweils einmal im Monat an einem Freitag stattfinden.  Ein Ein- und Ausstieg ist jederzeit möglich, Vorkenntnisse sind nicht notwendig! Diese Klasse ist ideal für jeden Interessenten, der sich zeitlich nicht an einen festen Wochenendkurs binden möchte, jedoch die Möglichkeit sucht, sich regelmäßig auf diesem Gebiet aus- und weiterzubilden.

Tuina Anmo wird in China seit über 2000 Jahren erfolgreich zur präventiven Gesundheitsförderung wie auch zur Therapie eingesetzt. Neben Kräuteranwendungen, Qigong, Lebensweise- und Ernährungsberatung sowie Akupunktur zählt sie zu den bedeutendsten Regulationsansätzen der Chinesischen Medizin. Traditionell kommt ihr unter dem Gesichtspunkt der Entspannung und des Wohlbefindens ein hoher Stellenwert zu.

Auf Grundlage der Erkenntnis, dass „alles fließt“, liegen aus Sicht der Chinesischen Medizin Gesundheit und Zufriedenheit im geschmeidigen, harmonischen Ablauf körpereigener Prozesse. Tuina kann dieses Fließen unterstützen und Stagnationen als Wurzel für Krankheit vorbeugen bzw. regulieren. Mittels erwärmender und tiefenregulierender Massagetechniken kann funktional stimulierend auf den Körper eingewirkt werden, um auf diese Weise Prozesse und Strukturen zu harmonisieren, Vitalität und Entspannung zu fördern.

Neben der Anwendung bei Verspannungen und zur Kräftigung sowie Erhaltung der Geschmeidigkeit von Muskulatur und Gelenken können unterschiedlichste Prozessebenen gefördert werden, beispielsweise Atmung, Verdauung und emotionale Ausgeglichenheit.

Unterrichtselemente sind unter Anderem:

  • Rückenmassage
  • Nackenmassage
  • Massage der Extremitäten
  • Hand- und Fußmassage
  • Massage von Abdomen / Brustkorb
  • Kopfmassage
  • Spezifische Massage-Techniken

Vorkenntnisse in Klassischer Chinesischer Medizin sind für diesen Kurs KEINE Voraussetzung zur Teilnahme. Vor der ersten Teilnahme muss eine Einzelunterrichtsstunde zur Einführung bei Schulleiter Andreas Kühne oder Heilpraktikerin Dajana Koch gebucht werden, um ein grundlegendes Verständnis des Klassischen Chinesischen Medizin-Ansatzes und der entsprechenden Begriffe, die häufig im Unterricht verwendet werden, zu gewährleisten.

Die Termine und Uhrzeiten (3 Zeitstunden) für die offene Tuina-Klasse entnehmen Sie bitte unserem Veranstaltungsplan unter „Aktuelles“ auf unserer Webseite www.thammavong.de

Gern senden wir Ihnen die Termine auch postalisch oder per E-Mail. Für die Teilnahme an der offenen Tuina-Klasse muss kein Vertrag abgeschlossen werden. Die Bezahlung (60,00€/p.P. pro Freitag) erfolgt in bar am Unterrichtstag in unserer Schule oder per vorheriger Überweisung. Die einstündige Einführungsstunde kostet 50,00€.

Haben Sie Interesse an der offenen Tuina-Klasse, kontaktieren Sie bitte unser Büro unter der Nummer 03981 444144 - gern beantworten wir Ihre Fragen.

 

 

4. ARTIKEL

Vielen Dank an die Redaktion der Zeitschrift „Mit Leib & Seele“, insbesondere an Frau Judith Kroy.

„Wenn wir unseren Möglichkeiten folgen…“ - vom heimlichen Kung-Fu-Unterricht in den Mecklenburgischen Wäldern zu einer Schule der Klassischen Chinesischen Medizin in Neustrelitz

Ein Interview mit dem Gründer und Leiter der Thammavong-Schule, Andreas Kühne


Was wollten oder sollten Sie einmal werden, als Sie jung waren?

Im Grunde wollte ich immer Lehrer für die Berufsschule werden. Mein Vater war auch Lehrer, insofern fand ich den Beruf spannend. Ich habe als Kind und Jugendlicher viel gelesen. Nicht die offizielle Literatur, vielmehr haben mich schon immer die Welten interessiert in Science Fiction und Abenteuerromanen, die eine andere Perspektive auf das Leben geworfen haben, als die normale Alltagswelt mir vorgab.

 

Wie waren Ihre ersten Kontakte zu fernöstlichen Kulturen?

Ich hatte einen Kinderfreund – wir haben uns schon in der Kita kennengelernt – mit dem habe ich immer zum Spaß gekämpft. Wir haben zusammen Schwerter gebaut. Die Kampfkunst hat uns schon früh beschäftigt, vor allem das, was hinter den Übungen steckt. Mein Freund machte dann eine Ausbildung in Lychen und hatte laotische Kollegen, die im Wald Kung Fu übten. Wir befanden uns in einer Art Ehrenbruderschaft. Erst nach einem halben Jahr wurden wir dann in den Kreis aufgenommen mit der Auflage, kein Sterbenswörtchen darüber zu verlieren. Wir haben immer im Geheimen trainiert, im Wald, in der Garage, bei Wind und Wetter, denn die Laoten hätten ausgewiesen werden können. Es gab ja in der DDR keine Kampfkunst, die erlaubt war, außer Judo, denn der Daoismus im Kung Fu hat ja durchaus demokratische Strukturen. Das wollte man nicht. Das Fremde und die Kampfkunst haben mich sehr fasziniert, denn da geht es ja um die Haltung, die man dem Leben gegenüber einnimmt, um Eigenverantwortung, in der ich freier werde, das zu tun, was mir wichtig ist.

 

Womit haben Sie angefangen und wie kam die Idee zu einer Schule?

Eben weil mich schon immer andere Perspektiven interessiert haben. Dann kam die Wende, und ich hatte schon den offiziellen Weg vorgezeichnet. Ich bin dann aus der NVA in den Zivildienst gewechselt und wollte bzw. sollte in Dresden Medizintechnik studieren. Ich habe die offene Grenze genutzt und bin in den Westen gefahren, um mir dort die Kung Fu-Schulen anzusehen. In Hamburg wollte ein Meister meine Übungen sehen. Er meinte, ich hätte einen sehr klassischen Stil und gab mir ein Empfehlungsschreiben für die Kung-Fu-Academy in Berlin mit. Der dortige Meister Bambang Tanuwikarja fragte mich bei meinem Besuch, ob ich eine Kung Fu Schule im Osten aufmachen wollte. Für mich war das sehr ungewohnt, offen mit einem anderen Meister zu reden, hatte ich mich ja vorher immer auf einem verbotenen Feld bewegt. Deswegen war eine Schule auch gar nicht mein Plan. Doch dann dachte ich, warum nicht? Das geht ja jetzt. Die Möglichkeit habe ich ja nun.

 

Was waren zu Beginn die größten Stolpersteine und wer waren Ihre Unterstützer?

Meine Eltern sind natürlich vom Stuhl gefallen, und die gesamte Familie wurde aufgefahren, um mich davon abzubringen. Ich habe dann einen Deal gemacht, um die aufgeschreckten Gemüter zu beruhigen: ich mache die Schule auf, und wenn sich an meinem Eröffnungstag nicht mindestens 40 Schüler angemeldet haben, fahre ich nach Dresden und gehe studieren. Am 10. September 1990 waren dann 70 Schüler zur Eröffnung da, die etwas Neues lernen wollten.

 

Wie haben Sie Ihr Institut aufgebaut? Wer waren Ihre wichtigsten Mitstreiter und Unterstützer?

Mein Freund, mit dem ich bei Meister Thammavong gelernt habe, hat mich natürlich unterstützt und auch einige Jahre mit mir zusammengearbeitet. Letztlich, trotz verschiedener Meinung zur Sache, haben mich auch meine Eltern immer unterstützt. Meister Bambang in Berlin hat mich sehr gefördert, bei allen Fragen, die ich damals hatte, auch was den Geschäftsbetrieb betraf. Kung Fu ist ja eine Lebensweise, ein Weg zur Selbstvervollkommnung. Die Erkenntnisse auf diesem Weg machen dich freier, selbstbewusster, wenn Du voranschreitest. Ich bin von einem Lehrer zum anderen gegangen, ich wurde immer weiter empfohlen. In San Francisco erlebte ich dann den ganzheitlichen Ansatz von Qigong, Kung Fu, Lebensführung, Ernährung und Heilung. In Europa war das zu dieser Zeit alles noch sehr getrennt. 1997 durfte ich dann auf dem ersten Weltkongress einen Meisterkurs für Qigong leiten, denn die Organisatorin Frau Dr. Chow meinte, dass ich etwas sehr Spezielles in meiner Kampfkunst ausführen würde. Es war eine große Ehre für mich. Dort habe ich dann auch noch intensiveren Kontakt zur KCM, der Klassischen Chinesischen Medizin, bekommen.

 

Dann waren und sind Sie ja viel im Ausland unterwegs – auch in China, um sich mit dem Wissen der Klassischen Chinesischen Medizin vertraut zu machen. Welche Erfahrungen und Begegnungen sind dort wesentlich für Sie?

In den USA wird die Klassische Chinesische Medizin von Generation zu Generation weitergegeben. In San Francisco traf ich Chinesen, die mir dann eine Adresse in der Volksrepublik China gegeben haben. Dort habe ich mit meinen Kollegen in einer Klinik in Bejing bei Professor Wang Weiterbildungen und klinische Praktika absolviert. Ich bin von einem Lehrer zum anderen gelangt. Von 1999 bis 2012 war ich in der Klinik in Bejing und parallel in Kliniken und Kung Fu-Schulen in anderen Provinzen.

 

Viele kennen die Traditionelle Chinesische Medizin, die KCM muss man erst mal erklären?

Die Klassische Chinesische Medizin (KCM) ist die ältere, mehr daoistisch geprägte Form der Heilkunde in China. Mit dem Ende der Ming-Dynastie (um 1640) und besonders in der Zeit der Kulturrevolution (1960-76) wurde die KCM mit der westlichen Medizin vermischt und als TCM neu erfunden. Der Ansatz der KCM nimmt einen konsequent konditionalen Blickwinkel auf den Menschen und die Wirkzusammenhänge von Körper und Geist ein. Dieser wird von der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) immer mehr in den Hintergrund gedrängt, besonders auch in China. In der KCM geht es um das Erfassen und Verändern von individuellen Bedingungen – aber Individualität und eine relativierende Sichtweise sind etwas, das im kommunistischen China nicht gern gesehen war. Die Grundlagen der Chinesischen Medizin mussten also verändert werden. Und auch um sich dem „modernen“ Westen anzupassen, wurde die Chinesische Medizin mit der Schulmedizin vermischt – es entstand die TCM.  An unserer Schule wollen wir die Klassische Chinesische Medizin erhalten, damit dieses alte Wissen nicht verlorengeht. Das Angebot der Thammavong Schule bringt alles zusammen, was die KCM zu bieten hat. Das ist sicher in dieser Form und Breite in Deutschland nicht so häufig.

Im Zentrum unserer Arbeit steht die klassische Form des philosophischen Ansatzes mit entsprechender chinesischer Diagnostik, medizinischem Qigong, klassischer Akupunktur, Tuina-Massage und dem riesigen Bereich der Kräuteranwendungen. 

 

Was mögen Sie an dieser Region, warum sind Sie hiergeblieben?

Ich bin natürlich immer wieder gefragt worden, warum ich meine Schule nicht in einer großen Stadt aufgemacht habe. Sicher hätte ich es in Berlin oder Hamburg leichter. Ich mag die Nähe zur Natur hier, die Seen, die Wälder, ich wollte immer die Möglichkeit haben, in der Natur zu trainieren, die Heilpflanzen vor Ort zu studieren. Ich empfinde es als ein großes Privileg in meiner Heimat diese Arbeit machen zu können.

 

Sie kommen aus Neustrelitz, wie wird Ihr Angebot in Ihrer Heimatstadt angenommen?

Wir haben ein festes Neustrelitzer Publikum, aber die Menschen kommen bundesweit, um an unseren Schulungen und Kuren teilzunehmen oder sich individuell beraten zu lassen.

 

Sie haben im letzten Jahr 25 Jahre Thammavong-Schule gefeiert – Ihr Fazit?

Ich habe das beste Team, das ich mir vorstellen kann. Es passt alles zusammen. Gemeinsam schaffen wir viel mehr, als wir das alleine könnten. Immer wieder lerne ich Neues und sehe auch das Potenzial, wohin wir uns noch entwickeln können. Gleichzeitig vertieft sich unser Verständnis von der Grundphilosophie der KCM. Es wird breiter, lebendig und weitet sich. Unser Austausch mit den USA, China und England wird intensiver und entwickelt sich weiter. Wir haben alle Lust, miteinander zu arbeiten. Die neuesten Projekte sind die Kuren, die wir anbieten und unsere Online-Seminare.

 

Was würden Sie Menschen empfehlen, die einen Traum haben, etwas Ungewöhnliches zu probieren?

Ich hatte ja zu Beginn gewaltig Gegenwind. Alle haben mir abgeraten, dem zu folgen, was ich heute und damals schon mit großer Freude und Interesse getan habe. Mein Schluss daraus heißt – auch wenn das ein bisschen banal anmuten mag: der Weg ist das Ziel. Wenn ich meine Schritte im Leben an dem Ergebnis messe, dann werde ich unglücklich sein. Du musst das, was du tust, mögen und dich den Schritten, die du machst, anvertrauen. Jeder Schritt lässt mich von einer anderen Perspektive auf den Weg schauen und eröffnet mir neue Möglichkeiten. Du musst anfangen zu gehen und dem folgen, von dem du überzeugt bist. Die Winde des Schicksals bewegen nur den, der sich bewegt. Probleme, die sich mir stellen, werden zur Herausforderung und geben mir die Kraft, etwas an meinen Bedingungen zu ändern. Du musst das, was du tust, mögen, dann bist du erfolgreich.

 

Das Interview führte Judith Kroy für die Frühjahrsausgabe der „Mit Leib und Seele“. Erscheinungstermin: 1. März 2016


5. WEITERE ANGEBOTE

Qigong & Massagen zur betrieblichen Gesundheitsvorsorge

Die Thammavong Schule bietet auch Qigong und Klassische Chinesische Tuina-/Anmo-Massagen zur Prävention und Gesunderhaltung in Betrieben an. Qigong und Tuina-Massagen wirken nachhaltig Verspannungen und Schmerzen aufgrund einseitiger Belastungen entgegen und fördern Vitalität und Gesundheit Ihrer Mitarbeiter.

Laut §3, Nr. 34 EStG können derartige Präventivmaßnahmen für gesundheitsgerechte Mitarbeiterführung in Höhe von bis zu 500,- € jährlich pro Mitarbeiter steuerlich geltend gemacht werden.

Für dieses Angebot ist Barbara Lübeck Ihre Ansprechpartnerin.

Ein Probedurchlauf bzw. Schnupperkurs kann jederzeit durchgeführt werden!

Kontaktieren Sie bitte unser Büro, wenn Sie weitere Informationen zu diesem Angebot haben möchten.

 

 

6. ORGANISATORISCHES

 

Sommerpause der Thammavong Schule Neustrelitz

- betrifft alle wöchentlichen Kung Fu & Qigong-Kurse –

Sommerpause ab: 08.08.2016

Erster Schultag der Thammavong Schule: 05.09.2016

 

7. SONSTIGES

Die Thammavong Schule auf Facebook

Die Thammavong Schule hat ihre eigene Seite auf Facebook. Unter folgendem Link gibt es regelmäßig kleine Neuigkeiten, Angebote und Fotos:

www.facebook.com/ThammavongSchule

Sind Sie auch dort angemeldet, würden wir uns über ein „Gefällt mir“ sehr freuen!

Besuchen Sie doch auch einmal die Webseite unseres Nebenzweiges in Rostock, geleitet von Gesundheitsberater, Qigong- und Kung Fu – Lehrer Felix Fechner:

www.thammavongrostock.wordpress.com

 

 

8. IMPRESSUM

 

Andreas Kühne

Schulleiter der Thammavong Schule

 

Kirsten Kießling

Büroleitung

 

Dajana Koch

Heilpraktikerin für Akupunktur & Kräutermedizin

 

Robert Roloff

Lehrer für Kung Fu & Qigong

 

Franziska Lange

Organisation der ambulanten Kur, Marketing

 

Felix Fechner

Kung Fu - Lehrer & Leiter der Thammavong Schule Rostock

 

Barbara Lübeck

Heilpraktikerin der Klassischen Chinesischen Medizin, Akupunktur & Tuina-/Anmo-Massagen

 

Thomas Gesche

Gesundheitsberater & Qigong-Lehrer

 

Martin Bodenlos

Gesundheitsberater & Qigong-Lehrer, Tuina-/Anmo-Massagen

 

Dipl.-Med. Thomas Buchner

Internist, Gesundheitsberater & Qigong-Lehrer

 

 

Thammavong Schule

Andreas Kühne

am Heizkraftwerk 6

17235 Neustrelitz

Tel.: 03981 444 144

E-Mail: buero@thammavong.de

Web: www.thammavong.de