Tuina - Massage für Gesundheitsberater der Klassischen Chinesischen Medizin

Tuina Schriftzeichen

Aufbaukurs für Gesundheitsberater und Qigong-Lehrer der KCM

Wochenendausbildung

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Die Tuina- / Anmo-Massage wird in China seit über 2000 Jahren erfolgreich angewandt und gehört traditionell zu den wichtigsten therapeutischen Bereichen der Chinesischen Medizin. Neben  Kräuteranwendungen, Diätetik, Akupunktur, Qigong und Lebensweiseberatung wird diese Methode sowohl zur Behandlung verschiedenster Krankheiten, als auch zur Prävention, Kräftigung und Vitalisierung eingesetzt.  

Voraussetzung für eine spezifische Tuina – Anwendung ist eine genaue Diagnose der Chinesischen Medizin und die Formulierung eines entsprechenden Disharmonie – Musters. Daher versteht sich diese Ausbildung als ein Aufbaumodul, welches nach erfolgreichem Abschluss einer Grundausbildung der Chinesischen Medizin als eine Spezialisierungsrichtung gewählt werden kann.  

Ein hoher Wirkungsgrad der Tuina - Anwendung ergibt sich aus der korrekten Diagnose, der entsprechenden Strategie, der Beherrschung der notwendigen Techniken und dem Zentrierungsniveau des Behandelnden. In der Konsequenz unterteilt sich der in der Ausbildung vermittelte Stoff in Tuina - Techniken, diagnostische Verfahren (Vertiefung des Betastens), Zentrierungstechniken und Musteridentifikation.  

Im Gegensatz zur westlichen Massage, welche sich als physiotherapeutische Anwendung vor allem auf die Behandlung von Muskeln, Bänder, Sehnen und Knochen konzentriert, werden mit Tuina Disharmonien des gesamten Menschen bearbeitet. Basierend auf dem konzeptionellen Ansatz der Chinesischen Medizin, werden durch umfangreiche manuelle Techniken in mehreren Schichtebenen des Klienten, Prozesse und Abläufe der Funktionskreise reguliert. Die klassische Akupunktur ist eine Fortsetzung dieses Ansatzes.

 

Möglichkeiten der komplementären Anwendung

Eine klassische Tuina - Behandlung, eingebettet in die Konzepte der Chinesischen Medizin mit entsprechender Diagnostik und Strategie, ermöglicht eine breite Anwendung mit hohem Wirkungsgrad.

Grundsätzliche Techniken und Prinzipien können jedoch problemlos in den  Rahmen eines schulmedizinischen Ansatzes integriert und  hinsichtlich der Behandlung von Erkrankungen des Bewegungsapparates eingesetzt werden, um neue Blickwinkel aufzuzeigen und interessante Behandlungswege zu bieten.

 

Ziel der Ausbildung

Das vorliegende Ausbildungsprogramm wurde speziell entwickelt, um eine grundlegende Tuina-Massage, abgestimmt auf die individuelle Situation eines Patienten, durchführen zu können. Es werden Fähigkeiten und Kenntnisse vermittelt, um klassische Techniken des Tuina kompetent anzuwenden, sowie essentielle Strategien und Prinzipien der Chinesischen Tuina-Massage in das westliche Therapiekonzept zu integrieren. Auf diese Weise kann der  Wirkungsgrad der Behandlung erhöht werden.

Voraussetzung für eine wirkungsvolle Anwendung ist ein grundlegendes Verständnis der Betrachtungskonzepte der Chinesischen Medizin. Weiterhin sind die Beherrschung der notwendigen Techniken und das Zentrierungsniveau des Therapeuten entscheidend.

Das Heranführen an Prinzipien der Zentrierung mittels Qigong - Übungen unter dem Gesichtspunkt der besonderen Anforderungen bei einer Massage ist aus diesem Grund fester Bestandteil des Kurses. Die Anwendung des Prinzips von Steigen und Sinken während der Massage ermöglicht eine hohe Effizienz der Techniken bei gleichzeitig geringerem Kraftaufwand – dies lässt sich auch auf eine klassische schulmedizinische Massage übertragen.

 

 

Inhaltliche Schwerpunkte des Kurses:

 

Musteridentifikation

  • an Beispielmustern (der täglichen Praxis der Chinesischen Medizin; der Übungsprotokolle der Teilnehmer;mit speziellen, häufig anzutreffenden allgemeinen Symptomen)
  • erstellen eines Harmonisierungsprinzips mit dem Ziel einer Regulation mit Tuina (theoretischer Ablauf; therapeutisches Konzept erstellen; anhand von praktischen Beispielen)

diagnostische Verfahren

  • Betasten (Leitbahnbezogene Diagnostik;Dantien – Diagnostik; Wahrnehmen und Verständnis der körperlichen Landschaft)
  • manuelle Diagnostik nach Körperbereichen (Schulter/ Arme; Kopf und Hals; Rücken; Hüfte und Beine)

Tuina – Techniken & Manipulationsabläufe

  • erwärmende Grundtechniken (ca-fa, gun-fa, mo-fa usw)
  • tiefenregulierende Techniken ( an-fa, dian-fa, tui-fa, na-fa usw.)
  • Regulationstechniken für einzelne Körperbereiche, z.B. Schulter, Ellbogen, Knie, Hüfte, Hand, Füße, Finger, Zehen, Kopf (yao-fa)
  • Knochenregulierende Techniken (ban)
  • Leitbahnbereiche mit Lokalisation, Erfassung des Wesens und Kombination
  • tonisierende Verfahren (bu)
  • sedierende Verfahren (xie)
  • Xiao Er Tuina (spezielle Diagnostik und Techniken, häufige Symptome)
  • Techniken zur Selbstbehandlung
  • Techniken zur Prävention

zusätzliche therapeutische Verfahren

  • Moxibustion, Schröpfen
  • Gua Sha
  • Prinzip der Tiefenregulation ohne Reflexion
  • Anwendung des Steigen und Sinkens auf die Massage
  • Zentrierung und Vitalisierung des Behandlers

 

Potenzial von Tuina - Techniken im schulmedizinischen Kontext

Physio- und Ergotherapie, ebenso wie Tuina, sind funktionale Behandlungsmethoden, die vor dem Hintergrund unterschiedlicher medizinischer Konzepte ihre eigenen Möglichkeiten und Grenzen bieten. Das Verständnis dieser anderen Blickrichtung vorausgesetzt, können sich beide Ansätze sehr gut gegenseitig unterstützen.    

Entsprechend der organisch - physiologischen Menschbetrachtung steht bei therapeutischen Maßnahmen der Schulmedizin die Korrektur struktureller Verhältnisse im Vordergrund.

Der konditionale Medizinansatz der Chinesischen Tuina - Massage konzentriert sich auf  funktionale Zusammenhänge zwischen den einzelnen anatomischen Bestandteilen und will den geschmeidigen Ablauf von Funktionen auf mehreren Schichtebenen fördern.

Dieses Konzept der Flussregulation ermöglicht besonders bei Stagnationsproblematiken, wie beispielsweise Schmerzen, Verkrampfungen und Bewegungseinschränkungen, gute Behandlungsmöglichkeiten.

 

Indikationen für Tuina – Massagen

Grundsätzlich anwendbar bei:

  • orthopädischen Erkrankungen
  • neurologischen Erkrankungen
  • rheumatischen  Erkrankungen
  • bei geriatrischen Patienten

im Besonderen bei:

  • Schmerzhaften Obstruktionssyndromen
  • Bewegungseinschränkungen
  • Spasmen und Lähmungen
  • Chronische Wirbelsäulenprobleme und Vorfällen

 

Termine:

werden noch bekannt gegeben

 

Organisation der Ausbildung:

Dauer des Kurses:  14 Monate
ein Wochenende pro Monat, außer Juli/August
Gesamtausbildungsstunden: 182 Unterrichtsstunden
Beginn des nächsten Kurses:  voraussichtlich Januar 2016
Samstags 09.00 – 17.00 und Sonntags 09.00 – 14.00 Uhr

  

Orientierung:

Um einen Eindruck unserer Schule zu bekommen, weitere Fragen zur Ausbildung zu klären und sich kennen zu lernen, würden wir uns freuen, Sie vorab zu einem persönlichen Gespräch in unserer Schule begrüßen zu können. (keine Bedingung) 

Zur Anmeldung kontaktieren Sie bitte unser Büro.


Unterbringung:

Falls Sie eine Übernachtungsmöglichkeit in Neustrelitz benötigen, können wir Zimmer im Stadtzentrum vermitteln. Die Kosten für diese Unterbringung sind nicht im Seminarpreis enthalten.

Sie können aber auch kostenfrei in unserer Schule, im Übungsraum, übernachten.

 

Kosten:

monatliche Ausbildungsgebühr: - bitte anfragen -

Bei Abschluss des Ausbildungsvertrages kann nach Wunsch auch die Zahlung für das komplette Ausbildungsjahr vereinbart werden.


Referenten:

Andreas Kühne, Leiter der Thammavong Schule, G.Q.A. e.V., W.Q.F.

Barbara Lübeck, G.Q.A.

 

Abschluss:

Qualifiziertes Zertifikat nach bestandener mündlicher und schriftlicher Abschlussprüfung

Zulassungsbedingungen zur Prüfungsteilnahme: vollständige Stundenanzahl, Anfertigung aller schriftlichen Hausarbeiten

Wenn Sie ein Seminar aus zwingenden Gründen verpassen sollten, besteht gegebenenfalls die Möglichkeit, Nachholstunden zu buchen (nicht in der Ausbildungsgebühr inbegriffen).

 

 

Haben Sie weitere Fragen zu dieser Ausbildung, melden Sie sich bitte bei uns im Büro.